Kirchen

La Trinité Paris.

Kirchen der Welt - FrankreichAuf Beschluss der Stadt Paris im Jahr 1861 wurde im Viertel der Chaussée- d' Antin die Dreifaltigkeitskirche erbaut. Théodore Ballu, der 1841 den Rompreis in der Kategorie Architektur gewonnen hatte, wurde mit dem Projekt beauftragt.
Der französische Architekt war von der Gothik und Renaissance begeistert. Er ließ sich für den Bau der Dreifaltigkeitskirche vom französischen und italienischem Stil in Verbindung mittelalterlicher Elemente inspirieren. Die Kirche wirkt beeindruckend aufgrund ihrer schweren Ornamente, die auf allen Flächen des Gebäudes zu entdecken sind.
Eine quadratische Turmvorhalle, die von einem achteckigen Glockenturm gekrönt wird, bildet den Mittelpunkt dieses Gebäudes. Sie steht im Zentrum eines kleinen Stadtviertels. Eine Kuppel und eine zerbrochene Laterne überragen den Glockenturm. Die Perspektive der Rue des la Chaussée d' Antin soll durch den Fassadenturm fortgesetzt werden.
Die Seitenfassaden der Kirche bestehen aus vier Jochen. Sie werden durch Pfeiler unterteilt, dazwischen befinden sich je zwei Fenster.
Die achteckigen Sakristeien liegen an den äußersten Enden und sind mit dem achteckigen Chor anhand kleiner Rundtürmchen verbunden. Ein Stockwerk höher befinden sich die Sakristeien, die durch zwei Fensteröffnungen erhellt werden.

Obwohl beim Bau dieser Kirche nicht auf luxuriöse Innenausstattung verzichtet wurde, dauerte ihre Fertigstellung nur bis zum Jahre 1867.
Die Kosten des Bauprojektes betrugen damals 4 Millionen Franc. Die Einweihung der Kirche fand im gleichen Jahr statt.
Die Inneneinrichtung der Dreifaltigkeitskirche erinnert mit ihren Steinbögen an die klassischen Vorfahren des Renaissance-Stils. Der Hauptaltar gehört zum Schwerpunkt der Ausstattung. Dieser ist in der Apsis von großen Fenstern umgeben.
Über den Fenstern prangt ein Wandbild zu Ehren der Dreifaltigkeit. Die Malereien ähneln im Wesentlichen denen vieler Kirchen des Mittelalters zur Zeit des 19. Jahrhunderts in Frankreich.
Da die Bilder mit den Jahren verblassten und verdunkelten, wurde das Innere der Kirche 1990 restauriert und gereinigt.

Kirchen der WeltAristide Cavaillé erbaute 1868-1871 die Orgel für die Kirche. Organist der Kirche war Charles- Alexis Chauvet. Er blieb bis zum Tode 1871. Im Jahr 1901 wurden durch die Firma Merklin insbesondere im Bereich Intonationsbereich Änderungen vorgenommen. Die Firma Pleyel - Cavaillé - Coll wurde 1934 mit weiteren Änderungen beauftragt. Zu ihren Aufgaben zählte aber auch der Einbau von zusätzlichen Registern.
1962 -1967 fand die Elektrifizierung der Traktur sowie die Veränderung der Windladen statt. Die Firma Beuchet-Debierre erneuerte auch den Spieltisch und baute sieben neue Register ein.
Die durchgeführten Arbeiten der Firma Debierre im Überblick:

- die von Beuchet hergestellt Konsole bleibt ein Jahr unter dem Vordach, dann wurde es in der Galerie angebracht, das Erste wurde entfernt und vernichtet
- Der Mechanismus wird verändert, es wird eine elektrische Übertragung eingeführt
- in der Grand Orgue wurden weitere Stufen und Positif installiert
- ein einstellbarer Kombinierer wurde eingefügt
- sieben neue Spiele wurden zugefügt

Auf Wunsch des Komponisten Olivier Messiaen wurden die kurz vor seinem Tode ausgearbeiteten Veränderungen 1993 unter der Leitung von Olivier Glandaz vorgenommen:

- Alle Rohre wurden gereinigt, bearbeitet und verlegt
- fast alle Buchungen wurden ersetzt
- die Konsole wurde neu verkabelt
- Aufträge der Noten und Spiele wurden überprüft
- eine gründliche Reinigung sowie die allgemeine Zustimmung und Harmonisierung wurde vorgenommen..

Übrigens

HongkewIm Jahre 1871 konnte das Instrument 46 Register nachweisen. Nun kann es 60 Register, 82 Pfeifenreihen auf drei Manualen sowie Pedal mit elektrischer Spiel- und Registertraktur vorweisen.