Kirchen in Österreich

Peterskirche in Wien

stephansdom und peterskirche in wienDie jetzige Peterskirche ist eine Kirche in der Innenstadt der österreichischen Hauptstadt Wien. Sie befindet sich auf dem Petersplatz Es gab zwei Peterskirchen. Die erste wurde in der Spätantike erbaut und fiel im 17. Jahrhundert einem Brand zum Opfer. Gegen  Ende des 17. Jahrhunderts und Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die bereits zerfallenen Ruinen abgerissen und eine komplett neue Kirche gebaut. Die Geschichte der alten Peterskirche beginnt in der Spätantike, zu einer Zeit, in dem es Wien noch gar nicht gab. Damals existierte das Militärlager Vindobona bei einer ehemals keltischen Siedlung, dort wo sich heute der 1. Bezirk in der Innenstadt befindet. Der so genannte Graben ist vermutlich die einstige Grenzmauer des Castrums. Vor Kaiser Konstantin (306 - 337) wurden Christen verfolgt oder unterlagen schweren Edikten. Erst unter Konstantin erlebte das Christentum im Römischen Reich einen Aufschwung und entwickelte sich unter seinen Erben zur wichtigsten Religion und Staatsreligion. Die Peterskirche stammt also aus den frühen Anfängen der römisch-katholischen Kirche. Sie wurde Mitte des 4. Jahrhunderts aus einer Kaserne errichtet. Die erste Peterskirche war eine schiffsförmige Basilika mit einem Saal, wie es zur damaligen Zeit üblich war. Da Vindobona wenig von Bedeutung war im Laufe der Völkerwanderung auch in Vergessenheit geriet, ist wenig über die alte Peterskirche aus der Frühzeit bekannt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie erweitert. Das Hauptgebäude wurde in drei ungleich große Gebäude umgebaut, der Stil wurde gotisch und der Hauptturm um kleinere Türme erweitert. 1137 wurde die Peterskirche auch schriftlich das erste Mal erwähnt. Die Kirche wurde bei einem Brand im Jahre 1661 schwer beschädigt und nur ungenügend repariert. Erst 15 Jahre später fiel die Entscheidung zum kompletten Neuaufbau der Peterskirche.

peterskirche in wien © philipus - Fotolia.comDie Jahre vergingen und erst auf Wunsch von Kaiser Leopold wurde nun der Bau der neuen Peterskirche begonnen. Die verfallene alte Kirche wurde abgerissen. Über 1.300 Jahre nach der Errichtung der ersten Kirche hatte sich die Umgebung verändert. Wien war zu einer Weltstadt geworden. Planung, die Legung des Fundaments und der Rohbau wurden unter den Architekten Gabriele Montani und Johann Lukas von Hildebrandt begonnen. 1708 war der Rohbau fertig. 1722 war der Bau vollendet. Die neue Peterskirche zeichnete eine Kuppel aus. Im Wien des Barockzeitalters eine Innovation. Die Kirche war kompakt erbaut und besaß einen ovalförmigen, reich Platz bietenden Innensaal. Die Gestaltung der Kuppelhalle übernahm Matthias Steinl. Eine Vielzahl an Künstlern war an der Inneneinrichtung beteiligt. Johann Michael Rottmayr gestaltete die Fresken. Der Hochaltar mitsamt dem Altarbild wurde von Antonio Galli-Bibiena und Martino Altomonte gebaut. So wurde an der Kirche bis ins Jahr 1753 noch im Detail gearbeitet (Portalvorbau).

Heute ist die Peterskirche umringt von Hochhäusern. Die grüne Kuppel überragt jedoch die umliegenden Gebäude. Zuletzt wurde die Peterskirche im Jahre 2004 renoviert. Die Farben bekamen dadurch ihre ursprüngliche Helligkeit zurück.