Kirchen in Macau
Igreja de Nossa Senhora da Penha - St. Lawrence Church
Die katholische Chapel of our Lady of Penha oder
Igreja de Nossa Senhora da Penha in der chinesischen Metropole Macau
ist ein eindrucksvoller Zeuge der bewegten Geschichte der Stadt. Das in
der Nähe von Hong Kong gelegene Macau wurde 1999 als zweite
Sonderverwaltungszone neben der ehemaligen britischen Kolonie in die
Volksrepublik China eingegliedert. Die Portugiesen haben eine Vielzahl
von historischen Gebäuden als sichtbares Erbe hinterlassen.
Bereits 1516 landeten portugiesische Seefahrer und Kaufleute in der
Stadt, die damals nicht viel mehr als ein Fischerdorf im Delta des
Perlflusses war. Die Portugiesen nutzten sie fortan als Stützpunkt
und Handelsposten auf dem Weg zwischen Lissabon und Nagasaki. Schon
bald bauten die Portugiesen den Ort zu einer Stadt aus, in der sich mit
der Zeit dann natürlich z.B. Kaufleute aus Portugal mit ihren
Familien ansiedelten. Diese Siedler brachten natürlich neben ihrer
Kultur auch ihren katholischen Glauben mit nach Macau.
Die Chapel of our Lady wurde bereits 1622 von der Besatzung und den
Passagieren eines portugiesischen Schiffes gegründet, das
angeblich mit knapper Not einem Schiff der damals feindlichen
Holländer nach Macau entkommen war. Aus Dankbarkeit gründeten
sie dann auf dem Colina de Penha, einem Hügel auf dem sich bereits
die Residenz des Bischofs befand, eine Kapelle zu Ehren der Mutter
Gottes. In der Folgezeit wurde die Kapelle besonders von Seeleuten
aufgesucht, die um Schutz und Segen für die häufig ziemlich
gefährlichen Fahrten bitten oder sich für eine problemlos
überstandene Reise bedanken wollten. 1835 beschädigten und
zerstörten ein Taifun viele Gebäude in der Stadt. Auch der
Bischofssitz und die Kapelle blieben nicht davon verschont. Die Chapel
of our Lady wurde aber rasch bis 1837 wiederaufgebaut. Die aus
weißem Marmor bestehende Kapelle erhielt dabei das heutige
Aussehen.
Der Glockenturm des aus weißen Marmor bestehenden Gotteshauses
kann begünstigt durch die Lage auf dem Penha Hügel vom
gesamten Hafen aus gut gesehen werden. Für Besucher, die die
Mühe des Aufstiegs auf sich genommen haben, steht die Kapelle
jeden Tag von 9 Uhr morgens bis 17:30 offen. Auf einem offenen Platz
vor der Kirche steht eine marmorne Statue der Heiligen Maria, die in
Richtung des chinesischen Festlandes blickt. Von diesem Platz aus hat
man an klaren Tagen nicht nur einen wunderbaren Panoramablick über
Macau sondern auch den Perlfluss hinauf bis nach China. Folgt man einer
kleine Treppe ein paar Stufen hinab, so gelangt man eine Nachbildung
der Grotte von Lourdes samt einer Statue. Die Grotte befindet sich in
einem schönen Park mit Springbrunnen, Sitzgelegenheiten und einem
Kinderspielplatz. Die mit Efeu überwachsenen Mauern und
Grabsteine, unter anderem ist hier auch ein Bischof begraben,
verstärken die durch die Kirche erzeugte ebenso religiöse wie
romantische Atmosphäre der gesamten Anlage. Die jedes Jahr auch in
Macau am 13. Mai stattfindende Prozession zur öffentlichen
Verehrung Unserer Lieben Frau von Fátima endet nach ihrem Weg
durch die Stadt vor der Kapelle auf dem Penha Hügel.
Die
St. Lawrence Church in Macao ist einer der ältesten Kirchen der
Welt. Schon in vielen Städten ist die Kirche zu sehen, die bis
heute einen sehr hohen Stellenwert in den unterschiedlichen
Ländern mit sich bringt. Schon Mitte des 16. Jahrhunderts wurde
die Kirche in der Stadt erbaut, die bis heute ihre altertümlichen
Aspekte aufweisen kann. Ihr Aussehen und ihre Bauweise zeigt sich immer
noch, wie in der damaligen Zeit. Aufgebaut wurde die Kirche im Jahre
1846 nochmals, da sie durch den damaligen Krieg mit Zerstörungen
zu tun hatte.
Mittlerweile ist die Kirche an der Küste aufgebaut worden, mit der
eine gute Aussicht auf das Meer zu deuten ist. Dort versammelten sich
Millionen von Familien, um toten Seemännern nachzutrauern und
ihnen ihren Segen zu geben. Sie beteten für die Rückkehr der
Liebenden und versuchten somit das Warten auf ihre Männer zu
erleichtern.
Somit bekam die St. Lawrence Church einen anderen Namen. Die Chinesen
haben ihn in der damaligen Zeit umbenannt und gaben der Kirche den
Namen Feng Shun Tang. Dies bedeutete nichts weiter als die Halle der
beruhigten Winde. Selbst die Umgebung, in der die Kirche stand war sehr
wohlhabend. Daher erklärte es schnell, wieso die Kirch zu einer
der größten benannt wurde. Die reichen Verzierungen sind der
neoklassizistischen Kirche anzusehen. Dekorative Elemente, die aus der
Barockzeit stammten und vor allem die Dankesagungen, die in der Kirche
stattfanden, waren weitere Elemente, die diese Kirche auszeichneten.
Doch was zeichnet die St. Lawrence Church aus?
Die St. Lawrence Curch ist einer der Kirchen, die zur Danksagung und
Tripumhsagung ernannt wurde. Otto der Erste hatte nach seinem
historischen Sieg auf dem Lechfeld, diese Kirche errichtet und ihr den
Charakter vermittelt. Schon im Jahre 955 hatte Otto der Erste die
Laurentiuskirchen gelobt und wollte diese als eine Art Ehren des
Heiligen erbauen lassen. Im 10. sowie auch 11. Jahrhundert hatte sich
eine Welle dieser Kirchen ausgelöst. Mittlerweile sind diese in
allen Ländern vertreten und zeigen den gleichen Charakter.
Mittlerweile ist in vielen gläubigen Städten sogar ein
Laurentiustag errichtet worden, der in den Kirchen beheimatet ist. Die
ursprünglichen Verbindungen der Kirchen lassen sich daher schon
viele Jahre zuvor wiederfinden.
Somit wird die St. Lawrence Church heute als Sehenswürdigkeit in
Macau angesehen. Viele Menschen, die von außerhalb kommen wollen
sich das Bauwerk ansehen und versuchen die Verbindung mit den alten
Seemännern und Otto dem Ersten zu erkennen. Oftmals ist ein
Friedhof an diesen Kirchen gelegen, der an die verstorbenen
Seemännern erinnern sollen. Bis heute versuchen viele Familien
weiterhin zu hoffen und versuchen,von ihren gefallenen Männern
Abschied zu nehmen.
Kirchen
als sakrales Bauwerk des Christentums.